<Baufeld 116, «The Tide» Elbbrücken Hansestadt , Hamburg, 2021, Wettbewerb 1. Preis

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Das vollständig von Fluss- und Kanalläufen umgebene Hamburger Hafengebiet wird zu grossen Bereichen in die Innenstadt integriert. Mehrere Tausend Wohnungen des neuen Stadtteils HafenCity sind schon realisiert und 750 Unternehmen arbeiten hier. Ein weiteres nach den Elbbrücken benanntes Quartier entsteht am östlichen Eingang der HafenCity. Beidseits des längsten Hafenbeckens der HafenCity und an der Norderelbe gelegen, wird das Quartier Elbbrücken künftig 11'000 Arbeitsplätze und 1400 Wohnungen am Wasser bieten. Unter dem Projektnamen «The Tide» ist auf den Baufeldern 113 bis 116 in herausragender Lage am Kirchenpauerkai ein Programm bestehend aus einem Museum für digitale Kunst, einer Kindertagesstätte, Gewerbe- und Gastronomieflächen, rund 260 Studentenapartments sowie 600 Miet- und Eigentumswohnungen geplant, das unter Beteiligung von fünf internationalen Architekturbüros umgesetzt wird.

Kirchenpauerstrasse, Baufeld 116

Das Haus von Diener & Diener zwischen Kirchenpauerstrasse und Norderelbe umfasst 122 Wohnungen: Townhouses (Wohnen/Arbeiten), Geschosswohnungen, Penthousewohnungen. Eine Gemeinschaftsdachterrasse und publikumsorientierte Einrichtungen im Erdgeschoss ergänzen das individuelle Wohnen.

Während die seitlichen Gebäudeteile in ihrer Kubatur kaum verändert wurden, stellt die Binnenfigur eine Modifikation gegenüber der städtebaulichen Vorgabe dar. Statt paralleler Baukörper, die einen schmalen Innenhof begrenzen, spannt sich der Mittelbaukörper zwischen die Seitenhäuser und rahmt zwei unterschiedlich ausgerichtete, grosszügige und offene Aussenräume.

Die Fassaden im Osten und Westen sind wellenförmig ausgebildet, die abgerundeten Loggien aus Lärmschutzgründen verglast. Die orthogonal zur Kaikante liegenden Wohnungen orientieren sich durch die Drehung der Loggien teils zum Wasser, teils zum Platz.

Die Wellenform stellt den ästhetischen Bezug der Fassaden zum umgebenden Wasser der Elbe her. Die Gebäudefigur greift das Motiv der Schwingung auf, wie bereits das Shellhaus am Berliner Landwehrkanal von Emil Fahrenkamp aus dem Jahr 1932 und erzeugt dadurch eine einprägsam skulpturale Wirkung, die an die Bewegtheit der nahen Wasserflächen erinnert.

Der Mittelbaukörper unterscheidet sich von den Seitenflügeln. Hier spiegelt sich die innere Organisation der quer zur Norderelbe in Nord-Süd-Richtung durchgesteckten Wohnungen in einer fast konstruktivistisch anmutenden offenen Fassadenstruktur wider, die zwischen rationaler Ökonomie und Expressivität changiert.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung der Wohnungen auf die Themen der Barrierefreiheit und der Nachhaltigkeit gelegt. Das Gebäude wird die hohen Anforderungen des Umweltzeichens der HafenCity Hamburg in Platin erfüllen.

Datum: Planning 2021-2022, Execusion 2022-2026
Ort: Quartier Elbbrücken, HafenCity, Hamburg
Auftraggeber: PANTA 191 Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG
Programm: Wohnungen
Bruttogeschossfläche: 19.887 m2
Landschaftarchitekt: Atelier Loidl
Fassadenplanung: Priedemann Fassadenplanung GmbH
Bauingenieur: WKC Hamburg GmbH

Visualisierung Sudwest2
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